09.07.2026 | Website | Lesezeit: 5 Min
Schnelle Ladezeiten und gutes SEO werden für Websites immer wichtiger. Ein Framework, das dabei aktuell viel Aufmerksamkeit bekommt, ist Astro. In diesem Artikel zeigen wir, was Astro ist, für welche Projekte es sich eignet und wie es sich sogar mit WordPress kombinieren lässt.
Astro ist ein Web-Framework für content-fokussierte Websites wie Blogs, Unternehmensseiten oder Landingpages.
Das Besondere: Astro liefert standardmäßig kein JavaScript an den Browser aus. Nur die Bereiche, die wirklich interaktiv sein müssen (z. B. ein Kontaktformular oder Slider), bekommen JavaScript nachgeladen. Dieses Prinzip nennt sich Islands Architecture.
Im Unterschied zu Frameworks wie Next.js oder Gatsby, die stark auf React setzen, ist Astro flexibel: Komponenten aus React, Vue, Svelte oder Solid lassen sich einbinden, wo sie gebraucht werden – der Rest bleibt schlankes HTML.
Astro passt gut zu Projekten mit diesen Anforderungen:
Weniger geeignet ist Astro für hochdynamische Web-Apps mit vielen Nutzerinteraktionen, z. B. SaaS-Dashboards oder Tools mit ständigem Datenaustausch. Dafür sind Frameworks wie Next.js oder React-Apps oft die bessere Wahl.
Ein „Headless CMS“ bedeutet: Das CMS liefert nur noch die Inhalte über eine Schnittstelle (API), die eigentliche Website (das „Frontend“) wird davon getrennt aufgebaut.
Konkret heißt das: WordPress bleibt das Backend, in dem der Redakteur weiterhin im gewohnten Interface arbeitet. Astro übernimmt das Frontend und ruft die Inhalte über die WordPress-REST-API oder GraphQL ab, um sie als schnelle, statische Seite auszuliefern. Das Ergebnis: Bestehende Redaktionsprozesse bleiben erhalten, während der Website-Besucher von den Performance-Vorteilen von Astro profitiert.
Technisch läuft das folgendermaßen ab: WordPress wird ausschließlich als Content-Verwaltung genutzt, das übliche Theme und die Frontend-Ausgabe entfallen. Über die integrierte REST-API oder ein Plugin wie WPGraphQL stellt WordPress die Inhalte strukturiert zur Verfügung. Astro ruft diese Daten beim Erstellen der Website ab und generiert daraus fertige, statische HTML-Seiten. Ändert der Redakteur einen Artikel, wird die Website nicht automatisch aktualisiert – dafür ist ein neuer Build-Vorgang nötig, der sich aber per Webhook automatisieren lässt: Sobald in WordPress gespeichert wird, stößt ein Webhook den Build und das Deployment automatisch an, sodass die aktualisierten Inhalte innerhalb weniger Minuten live sind.
Dieser Ansatz lohnt sich besonders für Teams, die bereits mit WordPress arbeiten und ungern wechseln möchten, aber von besserer Performance profitieren wollen.
Astro ist kein Ersatz für WordPress in jedem Szenario. Klassisches WordPress bleibt sinnvoll, wenn viele Redakteure ohne technisches Know-how direkt im CMS arbeiten sollen, ein großes Plugin-Ökosystem benötigt wird – etwa für Shops, Mitgliederbereiche oder komplexe Formulare – oder wenn die Website häufige strukturelle Änderungen durch Nicht-Entwickler erfordert.
Die Entscheidung zwischen WordPress, Astro oder einer Kombination aus beidem hängt vom konkreten Projekt ab.
Astro eignet sich besonders für content-fokussierte Websites, bei denen Performance, SEO und einfaches Publishing im Vordergrund stehen. Für bestehende WordPress-Projekte bietet der Headless-Ansatz eine Möglichkeit, gewohnte Redaktionsprozesse beizubehalten und trotzdem von der Geschwindigkeit moderner Frontend-Technologie zu profitieren.
Welcher Ansatz der richtige ist, hängt immer vom individuellen Projekt ab. Gerne beraten wir euch dazu – meldet euch bei uns.
Übrigens: Unser neuer Blog BRANDS UNFILTERED ist mit Astro entwickelt. Schaut gerne mal vorbei!
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